Ratgeber
Gratis-Wohnungsräumung – wann sie realistisch ist
Eine vollständig gratis durchgeführte Wohnungsräumung ist nur dann realistisch, wenn der Verwertungserlös des Hausrats die Arbeits- und Entsorgungskosten deckt. Das ist selten. Üblich und seriös ist die Verrechnung: Der Wert von Möbeln, Antiquitäten und Metall wird von der Rechnung abgezogen.
Warum Gratis-Angebote fast nie aufgehen
Eine durchschnittliche Wohnung enthält heute wenig, was einen echten Wiederverkaufswert hat. Gebrauchte Polstermöbel, Schrankwände oder Elektrogeräte kosten in der Entsorgung Geld, statt welches einzubringen. Gratis-Werbung bezieht sich deshalb meist auf die Besichtigung oder die Offerte, nicht auf die Räumung.
Wann eine Verrechnung deutlich hilft
- Antiquitäten, Designklassiker, Uhren, Schmuck oder Kunst im Nachlass
- Grössere Mengen Alteisen, Buntmetall oder Werkstattmaschinen
- Vollständige, gut erhaltene Möbelgarnituren jüngeren Datums
- Sammlungen wie Münzen, Briefmarken oder Schallplatten
Warnsignale bei unseriösen Anbietern
- Fixpreis am Telefon ohne jede Besichtigung
- Keine Firmenadresse, keine Handelsregisternummer, nur eine Mobilnummer
- Barzahlung verlangt, keine Rechnung mit Mehrwertsteuer
- Kein Nachweis über die Entsorgungswege
Wird Material illegal entsorgt, kann das auf die Auftraggeberschaft zurückfallen. Verlangen Sie deshalb immer eine schriftliche Offerte und einen Entsorgungsnachweis.
Häufige Fragen
- Gibt es wirklich kostenlose Wohnungsräumungen?
- Nur in Ausnahmefällen mit sehr wertvollem Hausrat. Realistisch ist eine Verrechnung des Verwertungserlöses.
- Wie wird der Wert des Hausrats bestimmt?
- Bei der Besichtigung. Wertvolle Stücke werden separat eingeschätzt und in der Offerte gegengerechnet.
